A Travellerspoint blog

Heimreisetag

Heimreise von München nach Feldkirchen

overcast 14 °C

Heute konnten wir uns Zeit lassen. Nach einem gemütlichen Frühstück verabschiedeten wir uns von Peter, dessen Zug in die Schweiz München schon vor unserem Bus verlies. Bald darauf zogen wir mit unseren Koffern zum Zentralen Busbahnhof München, der hinter dem Hauptbahnhof liegt. Der Weg war weiter als gedacht und die Temperaturen trugen auch dazu bei, dass wir froh waren, den Busbahnhof zu erreichen.

20220513_104033.jpg
Zentraler Busbahnhof München

Um 11:00 Uhr verließen wir mit dem Flixbus München Richtung Plovdiv. Schnell verging die Fahrt mit einem Halt in Salzburg nach Villach, wo wir von uns John-Marco um 15:35 abholte.

Es war ein tolle und erholsame Reise und wir freuen uns schon jetzt auf die nächste.

Posted by FEGOESDOURO 23:44 Archived in Portugal

Tag 12

Heimreise Lissabon - München

semi-overcast 15 °C

Nach dem Frühstück hatten wir noch etwas Zeit, eine Runde im benachbarten Einkaufszentrum in der ehemaligen Stierkampfarena zu machen. Danach checkten wir aus dem Jupiter Lisboa Hotel aus, um die restliche Zeit auf der Dachterrasse zu verbringen.

20220512_095559.jpg
Auf der Dachterrasse Hotel Lisboa

Um 11:20 Uhr wurden wir vom Bus abgeholt. Der Transfer zum Flughafen dauerte etwa ein halbe Stunde und erfolgte problemlos. Wir hatten bereits wieder über Internet eingecheckt und die Sicherheitskontrollen hatten wir schnell passiert. Es blieb noch etwas Zeit, um im Foodpark etwas zu essen. Unser Flieger sollte um 14:20 nach München abheben. Leider hoben wir mit einer halben Stunde Verspätung ab. Wir landeten gegen 19:00 Uhr in München. Nachdem wir unser Gepäck abgeholt hatten, fuhren wir mit dem Zug zum Hauptbahnhof.

20220512_133106.jpg

Dort fragten wir die Polizei nach dem Ausgang zu unserem Hotel. Der hatte uns in die entgegengesetzte Richtung geschickt. Wir hielten ein vorbeifahrendes Taxi auf und fuhren in diesem die letzten Meter zum Hotel. Im Bahnhofsviertel bezogen wir für eine Nacht ein Hotel. Wir gingen zum Abschied noch eine Kleinigkeit in das benachbarte Brauhaus essen. So schnell geht ein Urlaub leider zu Ende.

Posted by FEGOESDOURO 23:41 Archived in Portugal

Tag 11

Lissabon Stadtrundfahrt

sunny 31 °C

Nach dem Frühstück startete unser gebuchter Ganztagesausflug. Die Portugiesische Republick liegt auf der Iberischen Halbinsel und hat eine Fläche von 92.212 km². Hier leben etwa 10 Millionen Menschen. Österreich hat zum Vergleich eine Fläche von 83.882 km² und 8,9 Millionen Einwohner.

Eigentlich hätten wir zuerst zum Hieronymus Kloster, das im Stadtteil Belem am Ufer des Tejo liegt, fahren sollen. Da der dänische König zu Besuch war, wurde das Programm kurzfristige umgedreht und wir begannen unsere Tour durch die Hauptstadt Portugals in den westlichen Vororten. Wir fuhren auf der Autobahn durch dicht besiedeltes Wohngebiet in den 25 km entfernten Vorort Sintra. Zentrales Bauwerk der Stadt ist der mittelalterliche Nationalpalast, der seit 1995 UNESCO Weltkulturerbe ist. Die weitläufige Sommerresidenz der portugiesischen Könige besteht aus einem Konglomerat unterschiedlicher Baustile. Weithin sichtbar sind die 33 Meter hohen, konischen Schornsteine, die sich über der Palastküche erheben.

220511_001Sintra.JPG
Nationalpalast Sintra

Unsere Reiseleiterin erzählte uns Folgendes: König Diniz ließ seine Gemächer auf den Fundamenten des Maurenpalastes anlegen. Die markanten, weithin sichtbaren konischen Küchenschornsteine wurden erst nach dem Erdbeben von 1755 errichtet. Die vom Erdbeben zerstörten Teile des Palastes wurden weitgehend im alten Stil rekonstruiert. Im 19. Jahrhundert erfuhr die Inneneinrichtung eine vollkommene Umgestaltung. Der Bau präsentiert sich heute als Querschnitt durch die jahrhundertelange portugiesische Stilgeschichte. Die Fliesenkunst verdient besondere Beachtung, weil die Entwicklung von den maurischen Ursprüngen bis zur Majolika-Technik des 16. Jahrhunderts sichtbar ist.

Von den zahlreichen königlichen Sälen sind drei besonders bemerkenswert:

Der Saal der Schwäne erstreckt sich entlang der Hauptfront im ersten Obergeschoss. Er wird von einer muldenförmigen Holzdecke abgeschlossen, deren achteckigen Kassetten mit 72 weißen Schwänen ausgemalt sind – eine Hommage Joãos I. an seine Frau Philippa von Lancaster.

20220511_094145.jpg
Saal der Schwäne

Die Decke im Saal der Elstern wird von 136 Elstern geziert. Jede trägt ein Spruchband mit den Worten „por bem“ im Schnabel. Eine bis heute dazu erzählte Geschichte besagt, 136 „elsternhaft“ tratschende Zofen hätten der Königin zugetragen, ihr Gatte habe eine Hofdame geküsst – woraufhin dieser die Entschuldigung „nichts für ungut“ vorgebracht haben soll.

220511_009Sintra.JPG
Saal der Elstern

Den imposanten Wappensaal ziert eine achteckige, holzgetäfelte Kuppeldecke. Um das königliche Staatswappen in der Mitte gruppieren sich die Wappen der acht Kinder Manuels I., weiterhin die Wappen von 72 königlichen Familien, deren Position in der Hierarchie sich im Abstand zum königlichen Wappen widerspiegelt. Der Palast befindet sich heute in Besitz des portugiesischen Staats und wird für touristische und kulturelle Zwecke genutzt. Als Teil der Kulturlandschaft Sintra gehört der Palácio Nacional de Sintra zum UNESCO-Welterbe in Portugal.

Nach dem Rundgang durch den Palast hatten wir noch ein bisschen Zeit, die Altstadt mit ihren vielen kleinen Geschäften und Cafes zu erkunden. Auf jeden Fall musste ich auch noch einen Kühlschrankmagneten kaufen. Wie überall in Portugal mussten wir auch hier feststellen, dass die Auslagen sehr geschmackvoll dekoriert waren. Auch die angebotene Ware war kein "Ramsch".

220511_040Sintra.JPG
Altstadt von Sintra

Abschließend ging es durch Wälder und felsiges Hügelland zum westlichsten Punkt des europäischen Kontinentes, Caba da Roca. Das Cap, das westlich von Lissabon liegt, ist 140 m hoch. Hier treffen die Wellen des Atlantiks auf die zerfurchte portugiesische Küste. Der daneben liegende Leuchtturm auf 165 m ist der zweitälteste in Portugal. Er diente auch der Bewachung der Einfahrt nach Lissabon.

20220511_114642.jpg
Caba da Roca

Entlang der Küste setzten wir unsere Fahrt fort. Nach jeder Kurve erwartete uns ein neues, prachtvolles Bild wie von Meisterhand kunstvoll mit Farbe und Pinsel gemalt.

20220511_121739.jpg
Atlantikküste

Im mondänen Badeort Cascais gab es Zeit für eine kurze Mittagspause. In der Fußgängerzone fanden wir einen Italiener, der uns eine hervorragende Pizza kredenzte, die wir teilen konnten. Für mich faszinierend sind immer wieder die tollen Pflasterungen auf denen wir durch die Stadt gewandert sind. Hier war das Wellenmuster sehr passend, da wir immer wieder einen Blick auf die vor der Tür liegenden Badestrände und kleinen Marinas werfen konnten.

20220511_134453.jpg
Strand von Cascais

Entlang der Küstenstraße kehrten wir in die Stadt zurück. Besonders schöne Ausblicke hatten wir auf den modernen Badeort Estoril auf die Badestrände der Städter. Der Autódromo do Estoril ist eine Motorsport-Rennstrecke in der Nähe der portugiesischen Stadt Estoril, ca. 30 km westlich von Lissabon. Er war bis zur Eröffnung des Autódromo Internacional do Algarve die wichtigste und längste Rennstrecke in Portugal.
Von 1984 bis 1996 wurde hier der Große Preis von Portugal der Formel 1 ausgetragen. Gerhard Berger konnte das Rennen hier 1989 gewinnen. Die Motorrad-Weltmeisterschaft gastierte mit dem Grand Prix von Portugal von 2000 bis 2012, die FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) führte ebenfalls Rennen auf dem Kurs durch. Estoril ist auch bekannt für das Mitten in der Stadt liegende Casino. Estoril war der letzte Ort ihres Heimatlandes, den die portugiesischen Entdecker sahen, wenn sie von Lissabon aus aufbrachen, und auch der erste bei ihrer Rückkehr. Festungsbauten an der Küste zeugen davon, dass sich Estoril mehrfach der Piratenangriffe erwehren musste. Estoril war während der Zeit der Franco-Diktatur in Spanien das Exil des spanischen Thronprätendenten Juan de Borbón y Battenberg. Erst seinem Sohn, Juan Carlos war es möglich, wieder den Thron in der Heimat zu besteigen. Hier wurden auch wiederholt Szenen für nationale und internationale Filme gedreht, etwa 1969 für James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät.

20220511_144739.jpg
Küste bei Estoril mit der Festung

Nächster Programmpunkt war die Besichtigung des Hieronymusklosteres, ein Bauwerk im Lissaboner Stadtteil Belém. Die dazugehörige Kirche Santa Maria de Belém ist Maria geweiht. Das 300 m lange Mosteiro de Belém ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Manuelinik, einer portugiesischen Variante der Spätgotik, die auch einige Elemente der Renaissance enthält. Durch die weite Parkanlage des am Tejo liegenden Gebäudes kommt die reichverzierte Kalksteinfassade voll zur Geltung. In den Seitenflügeln befinden sich das Marinemuseum und das Archäologische Museum. Das Kloster, dessen Grundstein 1592 gelegt wurde, wurde 1983 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Am 13. Dezember 2007 unterzeichneten hier die Staats-/Regierungschefs der EU-Staaten den Vertrag von Lissabon zur Neuordnung der Europäischen Union.

220511_075Lisboa.JPG
Hieronymuskloster in Lissabon

20220511_152444.jpg
Klostergang
220511_082Lisboa.JPG

Das Kloster beherbergt die Sarkophage von Fernando Pessoa, Vasco da Gama und Luís de Camões und verschiedener portugiesischer Könige.

20220511_160359.jpg
Sarkophage Seefahrer Vasco da Gama

Im Park am Tejo gab es noch einen kurzen Halt, um einen Blick auf die mit 17,2 km längste Brücke der Stadt und zweitlängsten Brücke Europas, die Vasco da Gama Brücke, die auf der einen Seite von der überdimensionalen Christusstatue und der anderen Seite vom Seefahrerdenkmal begrenzt wird.

220511_093Lisboa.JPG
Vasco da Gama Brücke

Nur wenige Fußminuten von Torre de Belém am Tejo liegt das 56 m hohe Denkmal der Entdeckungen, das zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer im Jahr 1960 errichtet wurde. Heinrich war Sohn des portugiesischen Königs Johann I. und begründete die Geschichte Portugals als See- und Kolonialmacht. In seiner Form erinnert es an den Bug einer Karavelle, dem Schiff der frühen portugiesischen Entdecker. 33 Persönlichkeiten der portugiesischen Geschichte finden sich auf dem Padrão dos Descobrimentos wieder, das begehbar ist. Im Inneren gibt es ein Auditorium für 101 Menschen mit einer Bühne, im zweiten Stock eine Ausstellungshalle. Von dort aus gibt es eine Treppe, die zum Aussichtspunkt führt. Vor dem Monument wurde eine Windrose aus Mosaiksteinen gestaltet. Die Windrose mit 50 Metern Durchmesser zeigt die Seerouten der Seefahrer und war ein Geschenk von Südafrika an Portugal.

220511_095Lisboa.JPG
Seefahrerdenkmal

Auf de Weg zum Hotel kamen wir noch am Lissaboner Hauptplatz vorbei, der von lila blühenden Jacarandabäumen gesäumt war.

20220511_172931.jpg
Hauptplatz Lissabon

Lissabon ist eine der schönsten Städte in Europa. Mit seinen rund 545.000 Einwohnern ist Lissabon im Vergleich zu anderen Hauptstädten in Europa eher klein, aber zu sehen und zu erleben gibt es viel mehr als man Zeit hat. Durch die Gassen der Stadt weht immer eine frische Meeresbrise vom Atlantik und die sieben Hügel Lissabons bieten zahlreiche spektakuläre Aussichtspunkte. Wir haben den Tag sehr genossen. Wir schlossen ihn mit einem herrlichen Buffet im Hotel und einem Drink an der Poolbar auf der Dachterrasse ab.

Posted by FEGOESDOURO 23:39 Archived in Portugal

Tag 10

Busfahrt von Porto über Fatima nach Lissabon

sunny 32 °C

Heute heißt es Abschied nehmen von der MS Magellan, die für 9 Tage unsere Homebase war. Nach dem Frühstück und dem Auschecken wurden wir zum Bus gebracht und von der Reiseleitung in Empfang genommen. Um 8:30 Uhr geht es mit dem Bus los. Von Porto nach Lissabon liegen 313 Kilometer und 3 Stunden reine Fahrzeit vor uns.

Erster Halt auf unserer Fahrt gen Süden war Universitätsstadt Coimbra, die an den Ufern des Flusses Mondego liegt. Die Universität, die im 13. Jh. gegründet wurde, ist die älteste in Portugal und eine der ältesten Europas. Das Leben mit den Studenten hat auch das Stadtbild geprägt.

20220510_101820.jpg
Coimbra am Mondego Fluss
20220510_112501.jpg

Wir befanden uns auch genau zur richtigen Zeit in der Stadt, denn jedes Jahr Ende Mai feiern die Studienabgänger mit schwarzen Umhängen bekleidet das Ende ihres Studiums mit einem farbenfrohen Fest. Ein Teil des Festes Queima das Fitas ist das Verbrennen der Bänder. Diese Lebensfreude kann man jedoch das ganze Jahr über in den vielen Kneipen und den Repúblicas, den sogenannten Studentenwohnungen spüren. An den Straßenecken verkauften die Studenten Kugelschreiber und Bleistifte, um ihre Abschlussreisen zu finanzieren.

220510_002Coimbra.JPG
Studenten in Coimbra

Wir machten zwar ein Foto, mussten aber dann unserer Reiseleiterin nachlaufen, die ein ziemlich flottes Tempo vorgab. Da wir auch keine Headsets, wie bei den vergangenen Ausflügen hatten, wo wir hören konnten, wo sich die Gruppe gerade befindet, mussten wir schauen, den Anschluss nicht zu verlieren. Der prachtvolle Universitätskomplex wurde rund um den ehemaligen Königspalast errichtet. Der Gebäudekomplex, der auf der UNESCO-Liste aufgeführt ist, nimmt den Platz des Palastes ein, in dem die ersten Könige Portugals lebten, die sogar die Hauptstadt des Königreiches hierhin verlegten.

20220510_112737.jpg
Universität Coimbra, Innenhof der Schulen

Wir begannen mit der Innenbesichtigung der Universität im Erdgeschoss, wo der Prüfungssaal, der Sala dos Capelos (Kapellensaal), in dem die wichtigsten Feierlichkeiten stattfinden, die Kapelle Capela de São Miguel mit einer imposanten Barock-Orgel und die Bibliothek Biblioteca Joanina, die mehr als dreihunderttausend Werke besitzt, die auf die Zeit zwischen dem sechzehnten und achtzehnten Jahrhundert datiert sind und in edelsten, mit Goldschnitzereien verzierten Regalen stehen, gelegen sind.

220510_010Coimbra.JPG
Prüfungssaal

20220510_110155.jpg
Kapellensaal

20220510_111414.jpg
Kapelle zum Heiligen Michael

20220510_111537.jpg
Barockorgel

Danach ging es wieder in die Stadt runter. In der Nähe des legendären Hotels Astoria verließen wir den Bus und dort sollten wir uns zwei Stunden später wieder treffen. Um die Ecke befand sich die Fussgängerzone und die Altstadt. Die schmalen Gassen waren typisch für Portugal mit Pflastern in wunderschönen Mustern gelegt.

220510_040Coimbra.JPG
Fussgängerzone Coimbra

Dort gab es auch niedliche kleine Geschäfte. Portugal ist bekannt für seine Sardinen. Hier fanden wir ein Andenkengeschäft stilvoll mit Konserven bestückt. Auf den Dosen gab es den Geburtsjahrgang oder bekannte Komikfiguren.

220510_034Coimbra.JPG
Sardinenladen

In der Altstadt, die auf den steilen Hängen des Mondegos erbaut wurde, muss man seinen Weg über viele Stiegen nehmen. Dort fanden wir auch ein schattiges Plätzchen für eine kurze Mittagspause. Noch einmal wollten wir einen typischen Toast essen und dann war es schon wieder Zeit, zum Bus zu gehen.

20220510_122830.jpg
Altstadt Coimbra

Sehenswert sind auch die auf die ganze Stadt verteilten sehr gepflegten Gartenanlagen aber auch die modernen Bauwerke der Stadt wie das Zentrum II der Universität und die Fußgängerbrücke Pedro e Inês. Aber für alles reichte die Zeit nicht, den wir mussten unsere Fahrt in den bekanntesten Wallfahrtsort Portugals, nach Fatima fortsetzen. Eine Stunde dauerte die Fahrt dorthin. Sogar auf der Autobahn sah man Pilger auf ihren Marsch in den Wallfahrtsort - alle mit Warnwesten bekleidet.

20220510_135616.jpg
Pilger auf der Autobahn

Zum bekanntesten Wallfahrtsort der katholische Kirche befragte ich Wikipedia:

"Fátima ist ein bedeutender Wallfahrtsort der katholischen Kirche, der auch von Kranken aufgesucht wird, die auf eine wundersame Heilung ihrer Krankheit hoffen. Berichtet wird, dass am 13. Mai 1917 drei Hirtenkindern, Lúcia dos Santos und den Geschwistern Jacinta und Francisco Marto, auf einem Feld die Jungfrau Maria erschienen sei. Diese habe ihnen befohlen, künftig an jedem 13. des Monats an diesen Ort zurückzukommen.

20220510_150840.jpg
Erscheinungsstelle Fatima

Die Kinder vereinbarten untereinander Stillschweigen über diese Erscheinung, Jacinta brach jedoch dieses Versprechen, und so fanden sich am 13. Juni einige Neugierige ein, die sich mit eigenen Augen überzeugen wollten, ob die Geschichten der Kinder stimmten. Als jedoch im Juli, August und September die Zahl der Schaulustigen immer größer wurde, kündigte die Erscheinung für den 13. Oktober ein Wunder an. Am fraglichen Tag hätten Zehntausende von Anwesenden ein Sonnenwunder gesehen – sie konnten problemlos die Sonne, die einer Silberscheibe ähnelte, anschauen, während sich diese wie ein Feuerrad gedreht habe. Am 13. Mai 1930 wurden die Erscheinungen von José Alves Correia da Silva (1852–1957), dem Bischof von Leiria, für glaubwürdig erklärt und die öffentliche Verehrung Unserer Lieben Frau von Fátima an diesem Ort gestattet. Eine kritische Darstellung des Sonnenwunders führt eine natürliche Erklärung für das Phänomen an.

220510_065Lourdes.JPG
Die drei Hirtenkinder am Altarbild der Wallfahrtskirche Fatima

Den drei Kindern seien bei der dritten Erscheinung am 13. Juli die drei Geheimnisse von Fátima überliefert worden. 1941 schrieb Schwester Lúcia (1907–2005), das erste und zweite Geheimnis, 1944 das dritte Geheimnis auf. Die ersten beiden wurden direkt zur Veröffentlichung freigegeben, das dritte jedoch wurde versiegelt dem Papst übergeben und sollte nicht vor dem Jahr 1960 veröffentlicht werden. Papst Johannes XXIII. entschied sich gegen eine Veröffentlichung des dritten Geheimnisses von Fátima. Dieses wurde erst am 26. Juni 2000 in Rom durch Kardinal Joseph Ratzinger und Erzbischof Tarcisio Bertone bekannt gemacht. Der Inhalt beziehe sich nach Meinung mancher auf das Papstattentat vom 13. Mai 1981, welches sich am Jahrestag der ersten Erscheinung ereignete. Papst Johannes Paul II. besuchte seinen Attentäter Mehmet Ali Ağca 1983 im Gefängnis. Bei dem Gespräch soll dieser sich auf die Erscheinungen von Fátima bezogen haben, indem er Papst Johannes Paul II. mehrfach gefragt habe, welche Königin das denn gewesen sei, die seinen Tod verhindert habe.

Johannes Paul II. war dreimal in Fátima. Dort sprach er am 13. Mai 2000 Jacinta und Francisco Marto selig. Auch andere Päpste, wie Pius XII., hatten zu diesem Ort eine besondere Beziehung. Paul VI. pilgerte 1967 zum Heiligtum, Benedikt XVI. am 13. Mai 2010. Anlässlich des 100. Jahrestages der Erscheinungen besuchte Papst Franziskus am 13. Mai 2017 Fátima und sprach dabei Jacinta und Francisco Marto heilig.

20220510_152323.jpg
9.000 Personen fassende neue Kathedrale von Fatima

Im Jahre 2019 kamen rund 6,3 Millionen Pilger nach Fátima, mehr als zu allen anderen Wallfahrtsorten in Europa. Viele von ihnen kamen in einer der 4.384 Pilgergruppen, die sich beim Wallfahrtsbüro registrieren ließen, davon 2.854 aus dem Ausland (aus mehr als 80 Ländern) und 1.530 aus Portugal."

Es war schon beeindruckend, eigentlich überwältigend, die Ausmaßes des Platzes zwischen den beiden Kirchen zu sehen. Es muss gigantomanisch sein, wenn der Platz zwischen beiden Kirchen voller Pilger ist. Wir hatten nur eine Stunde Zeit und viel zu erledigen. Es war sehr heiß und die Wege sehr weit. Vorerst gingen wir am Erscheinungsort vorbei zur alten Wallfahrtskirche.

20220510_145358.jpg
Rosenkranz Basilika

Gegenüber der alten Rosenkranz-Basilika wurde 2007 die neue Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit geweiht. Sie ist mit annähernd 9000 Sitzplätzen die viertgrößte katholische Kirche der Welt und der bislang größte Kirchenneubau des 21. Jahrhunderts (2009). Zwischen den beiden Kirchen befindet sich zudem der größte Kirchenvorplatz der Welt - immerhin misst er 400 x 160 m und es finden bis zu 200.000 Pilger Platz.

20220510_151605.jpg
Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit

Auch hier befanden wir uns am Jakobsweg. Es gab viele Andenkenläden mit Wertvollem und billigem Plastikfiguren. Jetzt war es an der Zeit auch für Hailey und Selina einen Rosenkranz zu kaufen. Der Ortsname Fatima wird der Sage nach (und nach Mr. Google) auf die schöne Tochter eines maurischen Fürsten zurückgeführt, die ihrerseits benannt war nach der Tochter des Propheten Mohammed. Sie soll bei der Rückeroberung der von den Mauren besetzten Region durch die christlichen Portugiesen im Jahr 1158 gefangen genommen worden sein und wurde in Santarém Don Alonzo Henriques vorgeführt, dem Begründer der portugiesischen Monarchie. Sie wurde seine Frau und konvertierte zum Christentum, starb früh und wurde in dem Ort begraben, der dann nach ihr benannt wurde.

220510_075Lourdes.JPG
Geschäfte in Fatima

Wir hatten dann noch 130 Kilometer oder etwa 1,5 Stunden Fahrt in die portugiesische Hauptstadt Lissabon, wo wir uns im Jupiter Lisboa Hotel für 2 Nächte einquartierten. Neben der Autobahn wurde es wieder landwirtschaftlich. Es gab riesige Olivenplantagen mit niedrigen Bäumen, die extra so gezüchtet wurden, um die Ernte zu erleichtern.

20220510_162421.jpg
Olivenplantagen

Dann tauchte endlich wieder das Meer vor uns auf und Lisboa war nicht mehr weit entfernt. Unser Hotel war in der Nähe des Flughafens, obwohl es in der Mitte der Stadt lag. Eine Metrostation befand sich vor der Tür und in der alten Stierkampfarena nebenan befindet sich heute ein Einkaufszentrum und eine Veranstaltungsarena.

20220510_173643.jpg
Stierkampfarena Lissabon

Wir konnten unsere Zimmer gleich beziehen und wir waren sehr angenehm überrascht, dass wir in so einem tollen Hotel untergebracht worden waren. Abendessen gab es im Haus vom Buffet und mit einer Aufzahlung von Euro 9,00 waren auch die Getränke beim Essen inkludiert. Nach dem Essen nahmen wir auf der Dachterrasse beim Pool noch einen Cocktail.

20220510_190419.jpg
Hotel Jupiter Lissabon

Posted by FEGOESDOURO 09:52 Archived in Portugal

Tag 09

Caldas de Aregos - Porto Antigo

sunny 26 °C

Von Caldas de Aregos ging es um 06:45 Uhr nach Porto Antigo. Der Douro, dessen Namen aus dem keltischen "dur" was so viel wie Wasser bedeutet, kommt, ist fast 900 Kilometer lang und mündet dann bei Porto in den Atlantik. Nur die letzten 211 Kilometer auf portugiesischer Seite sind schiffbar und diese sind wir hoch und wieder zurückgefahren. Wunderschöne Landschaften sind dabei an uns vorübergezogen - atemberaubende Weinterrassen zu beiden Seiten des Douro, später Oliven- und Mandelbäume und zum Schuss Korkeichen. 125 Meter Höhenunterschied müssen stromaufwärts von dem 80 Meter langen, eleganten Schiff bewältigt werden. Durch die fünf Sperrwerke und Schleusen ist die Fließgeschwindigkeit des Flusses so langsam, dass sich die hohen Weinterrassen und weißen Häuser der Winzer im Wasser widerspiegeln. Eine der Schleusen, die Carrapatelo, ist mit 35 Metern Fallhöhe die zweithöchste Europas. Der Schleusenvorgang begann um 07:55 Uhr und dauerte nur eine knappe Viertelstunde.

20220509_074722.jpg
Carrapatelo Schleuse

Um 9:30 Uhr gab es viele Informationen über die Ausschiffung am nächsten Tag. Wir wurden gebeten grüne Bändchen um unsere Koffer zu binden, denn wir hatten das Verlängerungsangebot dazu gebucht. So mussten wir für heute auch noch etwas Zeit zum Kofferpacken einplanen. Kurz bevor wir in die Crestuma Schleuse, die letzte unserer Flusskreuzfahrt, einfahren würden, durften wir den Kapitän auf der Brücke besuchen. Hier wurden uns die verwendeten Instrumente erklärt. Die Geschwindigkeit am Fluss wird in km/h gemessen, wobei die Höchstgeschwindigkeit 21 km/h beträgt. So hatte man immer das Gefühl auf dem Wasser zu schweben. Dann mussten wir die Brücke wieder verlassen, denn während des Schleusenmanövers durfte der Kapitän nicht gestört werden.

20220509_105725.jpg
Auf der Brücke

Nach dem Mittagessen, das um 12:30 Uhr stattfand, wurde die Gegend immer städtischer und viele Brücken überquerten den Fluss.

20220509_092807.jpg
Spiegelungen im Douro

Gegen 13:30 Uhr erreichten wir nach einer Woche wieder unseren Ausgangspunkt der Reise Porto. Wir legten am Cais de Quebrantoes in Vila Nova de Gaia an, wo wir mit zwei Schwesternschiffen im Paket vor Anker lagen. Von hier aus konnte man die Stadt mit einem Taxi, mit einem Rabelo-Boot oder zu Fuß in etwa einer halben Stunde Gehzeit erreichen.

20220509_144629.jpg
Die Schwesternschiffe

Wir entschieden uns für den Fußweg in die Stadt, die auf einem Steg entlang des Flusses immer wieder schöne Ausblicke darbot.

20220509_145444.jpg
Fussweg nach Porto

In einer knappen halben Stunde hatten wir die Stadt erreicht. Bei den vielen Andenkenständen kauften wir noch die letzten Mitbringsl. Ober unseren Köpfen schwebte die Stadtseilbahn. Die Teleferico de Gaia wollten wir benutzen, um auf die Anhöhe über der Stadt zu gelangen.

20220509_155124.jpg
In der Stadtseilbahn

Oben angekommen, überquerten wir die Brücke, um auf die andere Seite des Flusses nach Porto zu gelangen. Dort hatten wir bereits am ersten Tag unseres Aufenthaltes in der Altstadt ein Lokal gefunden, wo wir den besten Portwein des Landes getrunken hatten und dort wollten wir einen Abschiedsbecher trinken.

20220509_162040.jpg
Abschiedsbecher

Danach gingen wir über die steilen Treppen nach unten an das Ufer des Douros. Auf der gegenüberliegenden Seite angekommen, gelangten wir über die Promenade wieder zu unserem Schiff zurück.

20220509_165212.jpg
Treppe zum Ufer

20220509_165529.jpg
Baustelle auf der Brücke

Als wir das Schiff erreicht hatten, waren gerade auch die Rabelo-Boote zurückgekehrt und es gab im Salon ein Erfrischungsgetränk. Wir hatten noch etwas Zeit uns frisch zu machen, denn um 19:00 wurde das letzte Abendmahl serviert. Im Salon gab es noch einen Abschiedsbecher von unseren Tischnachbarn Helmut, Elfriede und Brigitte. Dann versuchten wir alles in unsere Koffer zu packen, damit wir sie am nächsten Tag pünktlich um 6:30 vor die Kabinentüre stellen konnten und das, was wir für die Nacht benötigen würden nur noch in den Rucksack tun mussten.

Dann ließ ich mich zum letzten Mal auf dieser Reise vom Douro in den Schlaf wiegen.

Posted by FEGOESDOURO 23:32 Archived in Portugal

(Entries 1 - 5 of 15) Page [1] 2 3 » Next